Eilmeldung

Eilmeldung

Erfolg für Regierungspartei bei Armenien-Wahl

Sie lesen gerade:

Erfolg für Regierungspartei bei Armenien-Wahl

Schriftgrösse Aa Aa

Die Parlamentswahl in Armenien war nach Angaben europäischer Beobachter in punkto Fairness ein Fortschritt. Sie habe internationalen Standards weitgehend entsprochen, sagte eine Vertreterin, es gebe aber auch noch Mängel.

Laut der armenischen Wahlkommission haben die regierenden Republikaner knapp 33 Prozent und bleiben damit stärkste Kraft. Auch die nächsten beiden Parteien sind Verbündete. Die größte Oppositionskraft kam auf knapp sieben Prozent.

Ministerpräsident Sersch Sarkisjan kann sich nun für Januar große Hoffnungen auf das Präsidentenamt machen. Sarkisjan gilt als Wunschkandidat des jetzigen Präsidenten Robert Kotscharjan, der aber nicht wieder antreten darf.

Allerdings löst die Wahl nicht das größte Problem Armeniens: die internationale Isolierung. Zum Nachbarn Aserbaidschan gibt es nach dem Krieg um das Gebiet Berg Karabach keine Beziehungen, ebenso wenig wie zur Türkei, dem großen Nachbarn zur anderen Seite.

Als Verbündeter bleibt in der Region nur Russland; auch die Regierungspartei und ihre Verbündeten verfolgen eine russlandfreundliche Politik. Immerhin arbeiten dort auch eine Million Armenier. Auch sonst sind Millionen im Ausland, mehr als in Armenien selbst. Sie konnten allerdings nicht wählen.