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Erneut Todesopfer bei Protesten in Pakistan

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Erneut Todesopfer bei Protesten in Pakistan

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In Pakistan haben die seit Wochen andauernden Proteste gegen die Suspendierung des obersten Richters des Landes durch Präsident Pervez Musharraf einen blutigen Höhepunkt erreicht. Angesichts der Straßenkämpfe zwischen Anhängern und Gegnern Musharrafs verhängte die Armee nun Schießbefehl. Allein am Wochenende wurden in der südpakistanischen Hafenstadt Karachi Medienberichten zufolge mindestens 39 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt. Rund 15 000 Sicherheitskräfte waren im Einsatz, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Am Sonntag patrouillierten Soldaten in der größten Stadt des Landes. Trotzdem blockierten Hunderte Demonstranten mit brennenden Reifen Straßen. Randalierer bewarfen Polizeiautos mit Steinen, sie steckten Läden, Tankstellen und Autos in Brand. Die Polizei setzte Tränengas ein, es kam zu Schusswechseln. Zu den Zusammenstößen kam es anlässlich einer Kundgebung, auf der der wegen angeblichem Amtsmissbrauchs von Musharraf suspendierte Richter Iftikhar Chaudhry am Samstag sprechen sollte. Nachdem er von Sicherheitskräften daran gehindert worden sei, habe Chaudry die Stadt jedoch wieder verlassen, teilten seine Anwälte mit.