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Neue Anschläge im Irak

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Neue Anschläge im Irak

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Die Gewalt im Irak geht unvermindert weiter, und sie weitet sich jetzt auch auf die nördlichen, die kurdischen Gebiete des Landes aus.

In Machmur bei Mossul fuhr ein Selbstmordattentäter einen Lastwagen mit Sprengstoff in ein Regierungsgebäude, in dem auch gerade eine kurdische Partei tagte. Mindestens fünfzig Menschen starben bei der Explosion.

Erst letzte Woche kamen fünfzehn Menschen ums Leben, als ein Lastwagen in der nahegelegenen Provinzhauptstadt Erbil explodierte.

Ein weiterer Anschlag in der Hauptstadt Bagdad tötete jetzt vier Iraker. Dort detonierte eine Autobombe neben einer Polizeistreife. Die Explosion passierte in der Nähe des Marktes Sadrija. Dort waren letzten Monat bei einem Anschlag sogar 140 Menschen getötet worden.

Zur Entführung von drei vermissten amerikanischen Soldaten hat sich jetzt eine Gruppe bekannt, die der Terrororganisation Al-Kaida nahesteht. Die Gruppe nennt sich “Islamischer Staat im Irak”; sie gab im Internet bekannt, sie habe mit den so genannten “Kreuzrittern” gekämpft und dabei einige gefangen genommen.

Viertausend amerikanische Soldaten durchkämmen inzwischen das Gebiet bei Machmudija auf der Suche nach den drei Vermissten. Bei dem Angriff waren vier weitere Soldaten und ihr Dolmetscher
getötet worden. Die Suche soll weitergehen, bis die Soldaten gefunden sind oder ihr Schicksal eben auf andere Weise geklärt ist. In der gleichen Gegend wurden letzten Sommer zwei US-Soldaten entführt und später tot aufgefunden.