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Umstrittener serbischer Parlamentspräsident tritt zurück

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Umstrittener serbischer Parlamentspräsident tritt zurück

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Nur fünf Tage nach seiner Wahl ist der umstrittene serbische Parlamentspräsident wieder zurückgetreten. Tomislav Nikolic kam damit einer Ablösung durch das Parlament zuvor. Erst am Freitag hatten sich nach monatelangen Verhandlungen drei Parteien auf eine Regierungskoalition geeinigt. Zwei davon machten aber zur Bedingung, dass die Wahl von Nikolic wieder rückgängig gemacht würde.

Nikolic ist amtierender Chef der ultranationalistischen Radikalen Partei. Der eigentliche Parteiführer Vojislav Seselj ist seit vier Jahren im Gefängnis des UNO-Tribunals für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien. In seiner Abschiedsrede warf Nikolic den anderen Parteien vor, auf Druck der USA und der Europäischen Union die abtrünnige Provinz Kosovo verkaufen zu wollen. Er sprach sich erneut für ein stärkeres Bündnis mit Russland aus.