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Fall Madeleine: Ermittlungen gegen einen Verdächtigen

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Fall Madeleine: Ermittlungen gegen einen Verdächtigen

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Im Fall der an der Algarve-Küste entführten vierjährigen Madeleine könnte die Spur zu dem verdächtigen Briten Robert Murat im Sand verlaufen. Es gebe nicht genug Beweise, um ihn festzunehmen, hieß es von seiten der Ermittler. Zuvor war Murat verhört und das Haus seiner Mutter bei Praia da Luz durchsucht worden. Offenbar hatten die Ermittler dabei mehrere Videos sowie einen Computer beschlagnahmt. Der in Portugal aufgewachsene Murat war bei seiner Mutter zu Besuch gewesen.

Die kleine Madeleine war am 3. Mai aus einer Ferienanlage in Praia da Luz entführt worden. Ihre Eltern wollen nach eigenen Angaben solange nicht nach Großbritannien zurückkehren, bis ihre Tochter gefunden wird. Robert Murat hatte sich nach dem Verschwinden des Mädchens als freiwilliger Helfer und Übersetzer für die Polizei angeboten. Eine Londoner Reporterin fand seinen Übereifer verdächtig und gab der Polizei entsprechende Hinweise. Insgesamt durchsuchten die Ermittler fünf Häuser in Zusammenhang mit der Entführung. Die Untersuchungen würden sich auf einen Verdächtigen konzentrieren hieß es – ob es sich bei diesem um Murat oder eine andere Person handelt, blieb ungewiss.

Auch in Madeleines britischer Heimat, der Kleinstadt Rothley in Leicestershire, nehmen zahlreiche Menschen Anteil am Schicksal der Familie. An einem Denkmal im Stadtzentrum legten Angehörige, Freunde und Nachbarn Blumen nieder.