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Kein Ende der Gewalt in Gaza

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Kein Ende der Gewalt in Gaza

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Der innerpalästinensische Konflikt im Gaza-Streifen hat am Dienstag erneut Todesopfer gefordert. Bei einem Angriff bewaffneter Hamas-Mitglieder auf ein Trainingsgelände der Präsidentengarde starben mindestens acht Menschen, erklärten Fatah-Sprecher.

Angaben von Ärzten zufolge soll es sich bei allen Opfern um Anhänger der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas handeln. Die Hamas wies die Verantwortung für den Angriff, der sich am Grenzübergang Karni zu Israel ereignete, zurück.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas warnte in einer Stellungnahme vor einem Bürgerkrieg. “Wir müssen die Gesetzlosigkeit und das Chaos beenden”, sagte er. “Wir haben einen Sicherheitsplan entworfen und den müssen wir auch in die Tat umsetzen. Wir müssen das Gespenst eines Konfliktes im Inneren vertreiben”, so weiter.

Der Hohe Vertreter für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union, Javier Solana, hatte bei einer Erklärung in Brüssel den Nahost-Friedensprozeß im Auge, als er sagte: “Solange es bei den Palästinensern interne Probleme gibt und die Sicherheitslage nicht geklärt ist, wird es schwer, voranzukommen.”

Die neuerliche Gewalt vom Dienstag ist für viele Palästinenser umso schwerer zu ertragen, da an diesem Tag das jährliche “Nakba”-Gedenken begangen wird. Ein Tag, an dem der Opfer des Konfliktes mit Israel gedacht wird.