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Reuters wird von kanadischem Informationsdienstleister Thomson übernommen

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Reuters wird von kanadischem Informationsdienstleister Thomson übernommen

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Die britische Nachrichtenagentur Reuters hat einer Übernahme durch den kanadischen Informationsdienstleister Thomson zugestimmt. Der Kaufpreis liegt bei rund 14 Milliarden Euro.

Ein Zusammenschluss sei sinnvoll, da sich beide Unternehmen gut ergänzten, erklärte Thomson-Vorstandschef Richard Harrington in London. Dies werde vor allem ein Vorteil für die Kunden sein. Das neue Unternehmen werde auf einem harten und dynamischen Markt hervorragende Wachstumschancen haben.

Es gehe nicht um eine Konsolidierung der Branche. Entscheidend seien die geschäftlichen Möglichkeiten, die beide Partner nun gemeinsam in der Zukunft hätten, so Harrington. Auf dem internationalen Markt für Finanznachrichten hat Thomson Reuters künftig die Führung – mit 34 Prozent knapp vor dem US-Rivalen Bloomberg mit 33 Prozent. Auf Platz drei liegt Dow Jones mit 19 Prozent.

Für Reuters bedeutet die Aufgabe der Unabhängigkeit ein neues Kapitel in einer langen Geschichte. Das 1851 gegründete Unternehmen hatte nach dem Börsengang 1984 stürmische Zeiten erlebt, besonders in den vergangenen Jahren.
2006 lag der Umsatz bei 3,8 Milliarden Euro.