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Zahlreiche Todesopfer bei Anschlag in Pakistan

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Zahlreiche Todesopfer bei Anschlag in Pakistan

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Bei einem Bombenanschlag auf ein Hotel in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Medienberichten zufolge wurde bei der Leiche des Selbstmordattentäters ein Schreiben gefunden, das
“US-Spionen” den Tod androht. Peshawar liegt unweit der afghanischen Grenze. In den halbautonomen Stammesgebieten auf der pakistanischen Seite sind die islamistischen Taliban aktiv. Nach einem Hinweis des Personals sei in dem Hotel vor wenigen Tagen der Sohn des vergangene Woche getöteten “Militärchefs” der Taliban, Mullah Dadullah, festgenommen worden. Möglicherweise handle es sich um einen Vergeltungsschlag der Taliban. Der Attentäter soll die Bombe während der Mittagszeit im Speisesaal gezündet haben, als sich hunderte Menschen – vornehmlich Afghanen – dort aufhielten. Die Wucht der Explosion habe die Opfer meterweit durch die Luft geschleudert. Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf verurteilte die Tat. Bei einem Treffen der Organisation der Islamischen Konferenz in Islamabad forderte er außerdem ein Ende der ausländischen Kontrolle im Irak. Nach Musharrafs Auffassung könnte eine Friedenstruppe, die aus muslimischen Soldaten besteht, das Land möglicherweise zur Ruhe bringen. Die USA versuchen seit 2004 eine Friedenstruppe aus islamischen Ländern für den Irak aufzustellen.