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OECD bietet Russland, Israel und drei weiteren Ländern Gespräche über Beitritt an

Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Russland und vier weiteren Ländern offiziell Beitrittsverhandlungen angeboten. Die Einladung zu entsprechenden Gesprächen erging auch an Chile, Estland, Slowenien und Israel.

OECD-Generalsekretär Jose Angel Gurria betonte, es gebe keine Garantie, dass die Verhandlungen letztendlich zu einem Beitritt der fünf Länder führten. Auch gebe es keinen Zeitrahmen für die Gespräche. Der OECD gehören 30 Mitglieder an, überwiegend Industriestaaten. Das Jahresbudget beträgt 340 Millionen Euro. Die Länder haben sich der optimalen Entwicklung von Marktwirtschaft und Demokratie verpflichtet.

Das russische Außenministerium begrüßte die Entscheidung. Darauf habe Moskau elf Jahre lang gewartet, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax einen hochrangigen Mitarbeiter. Eine Gefährdung der Beitrittsverhandlungen mit Russland durch die aktuellen russisch-europäischen Streitpunkte etwa um Energie oder das polnische Fleischverbot sah die OECD nicht.

Die Gesprächseinladung Israel wurde in Jerusalem begrüßt. Dies spiegele die wachsende Bedeutung der Wirtschaft des Landes wieder, hieß es in einer Stellungnahme der israelischen Zentralbank. Die Wirtschaft des Nahoststaates befindet sich seit fünf Jahren in einer Expansionsphase. Laut dem Internationalen Währungsfonds ist das Bruttoinlandsprodukt höher als in Polen oder Portugal.

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