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Westliche Aussöhnungsversuche in Moskau

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Westliche Aussöhnungsversuche in Moskau

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Westliche Politiker geben sich derzeit in Moskau die Klinke in die Hand, um nach Möglichkeit die Meinungsverschiedenheiten mit der russischen Regierung auszuräumen. Dass das besonders gut gelingt, kann keiner behaupten. Auch der amerikanischen Außenministerin Condoleezza Rice bleibt nach dem Treffen mit ihrem Kollegen Sergej Lawrow und Präsident Wladimir Putin nicht viel anderes übrig, als festzustellen, dass jeder bei seiner Meinung bleibt – wie bei der geplanten amerikanischen Raketenabwehr.

Rice will aber auch festhalten, eine solche Meinungsverschiedenheit sei keine Bedrohung für die Beziehungen; das sei übertrieben. Auch im Fall Kosovo bleibt es beim Austausch der bekannten Standpunkte. EU und USA wollen der abtrünnigen serbischen Provinz die gewünschte Unabhängigkeit geben, Russland unterstützt aber Serbien und ist also dagegen.

Zwischen Serbien und Kosovo müsse es weitere Gespräche geben, verlangt Lawrow. Russland sei davon überzeugt, die USA vom Gegenteil. Darüber habe man sich offen und ehrlich ausgetauscht, aber zu einer Annäherung habe das nicht geführt.

Auch der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte in Moskau wenig Erfolg: Er bereitet den EU-Russland-Gipfel diese Woche in Samara vor. Immerhin doch ein Erfolg: der Gipfel findet statt.