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Angst vor Anschlägen überschattet Algerien-Wahl

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Angst vor Anschlägen überschattet Algerien-Wahl

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Einen Monat nach den Selbstmordanschlägen in Algier mit 30 Toten wählen die Algerier heute ein neues Parlament. Etwa 18,7 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, die 389 Sitze der Kammer neu zu verteilen. Analysten erwarten eine Bestätigun der bisherigen Regierungskoalition unter Führung der FLN-Partei von Präsident Abdelaziz Bouteflika.

Gleichzeitig jedoch wird bei der erst dritten Parlamentswahl seit der Einführung des Mehrparteinsystems 1989 mit einer geringen Wahlbeteiligung gerechnet. Beim Urnengang vor fünf Jahren hatte diese bereits unter 50 Prozent gelegen. Die Extremistengruppe “Al Kaida im muslimischen Maghreb” hatte zudem im Vorfeld der Wahl die Algerier, aufgrufen, die Wahl zu boykottieren.

Gestern kamen bei zwei Bombenanschlägen in Constantine im Nordosten des Landes insgesamt drei Menschen ums Leben, darunter ein Attentäter.