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Ermittlungen gegen British Airways wegen Wettbewerbsverzerrung

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Ermittlungen gegen British Airways wegen Wettbewerbsverzerrung

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Sorgen bei British Airways: die Fluggesellschaft war zuletzt bereits in die roten Zahlen gerutscht, nun ermitteln zudem auch noch britische und amerikanische Behörden gegen BA wegen Preisabsprache bei Treibstoffzuschlägen und damit Wettbewerbsverzerrung.

Der Vorstandsvorsitzende Willie Walsh gab zu, es sei ein Fehler gewesen mit Mitkonkurrenten über Zuschläge bei Ticketpreisen zu reden, dennoch habe kein einziger Passagier mehr bezahlen müssen, da Ticketpreise direkt an den Ölpreis gebunden seien. Bei British Airways rechnet man nun mit einer Geldstrafe. Rund 511 Millionen Euro wurden bei dem Unternehmen dafür abgestellt, eine unerwartet hohe Summe.

British Airways befördert nach Air France-KLM und der Lufthansa in Europa die meisten Passagiere. Dennoch hat die Fluglinie im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang erlitten. Besonders das Nordatlantik-Geschäft blieb hinter den Erwartungen zurück. Die höheren Treibstoffkosten auf die Konsumenten abzuwälzen ist grundsätzlich umstritten.

Ein Journalist eines britischen Verbrauchermagazines sagt, dass man in einem Supermarkt ja auch nicht erst einen Preis für das Sandwich bezahle, und dann noch mal einen für den Inhalt. Mit einer Großinvestition wollen die Briten jetzt ihre Flotte wieder fit machen: so sollen acht neue Airbus A320-Flugzeuge gekauft werden.