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Wolfowitz tritt zurück

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Wolfowitz tritt zurück

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Nach wochenlanger Kritik an seiner Amtsführung hat Weltbankpräsident Paul Wolfowitz seinen Rücktritt erklärt. Er wird seinen Posten Ende kommenden Monats aufgeben. Wolfowitz war wegen angeblicher Günstlingswirtschaft in die internationale Kritik geraten. Ihm wird vorgeworfen, seiner ebenfalls bei der Weltbank beschäftigten Lebensgefährtin zu einem Posten mit einem erheblich höheren Gehalt verholfen zu haben.

Bei seinem Amtsantritt vor zwei Jahren machte Wolfowitz den Kampf gegen Korruption beim Umgang mit Geldern der Weltbank zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit. In einigen Fällen ließ er bei Korruptionsverdacht Finanzhilfen an Entwicklungsländer aussetzen. Hilfsorganisationen kritisierten, dass durch diese Maßnahmen bedürftige Menschen für die Unehrlichkeit von Regierungsbeamten bestraft würden.

Präsident George W. Bush, der Wolfowitz für das Amt des Weltbankpräsidenten vorgeschlagen hatte, sagte, er bedaure seinen Rücktritt. Die US-Regierung hatte sich für den Verbleib ihres früheren Vize-Verteidigungsministers im Amt eingesetzt und ihn gegen Kritik vor allem von europäischen Staaten in Schutz genommen.