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Blutige Kämpfe mit Islamisten im Libanon

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Blutige Kämpfe mit Islamisten im Libanon

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Bei den Kämpfen zwischen Armee und Islamisten im Libanon sind nach neuen Angaben etwa fünfzig Menschen getötet worden. Knapp die Hälfte von ihnen waren Soldaten; einige aber auch Zivilisten.

Zu den Schießereien kam es sowohl in der nordlibanesischen Stadt Tripolis als auch rund um ein palästinensisches Flüchtlingslager in der Nähe, wo die Islamisten offenbar eine Basis haben. In Tripolis wollten die Soldaten Mitglieder der Gruppe festnehmen, die sich in einem Haus verschanzt hatten.

Aus dem Flüchtlingslager heraus waren zuvor laut Armee Truppen beschossen worden; außerdem wurde in der Nähe eine Patrouille überfallen.

Die Islamisten nennen sich Fatah al-Islam. Der libanesische Staatsminister Michel Pharaon sagt, Armee und Sicherheitskräfte hätten die Gruppe schon in letzter Zeit eingekreist, um einige Mitglieder der Gerechtigkeit zuzuführen.

Libanon vermutet in dem Lager die Drahtzieher zweier Anschläge vom Februar. Außerdem arbeitet Fatah al-Islam laut Regierung mit der Terrororganisation Al-Kaida zusammen. In einer Mitteilung, die vermutlich von Fatah al-Islam stammt, heißt es wörtlich, die Gruppe werde die Tore des Feuers öffnen, wenn die Armee die Kämpfe nicht einstelle.