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Ein Staatsbesuch der Achse Iran-Weißrussland

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Ein Staatsbesuch der Achse Iran-Weißrussland

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Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist in Weißrussland eingetroffen. Törtchen wurden gekostet und Blümchen ausgetauscht… Auf dem Flughafen der Hauptstadt Minsk standen landestypische Spezialitäten im Vordergrund. Doch soll es bei dem zweitägigen Besuch um weit mehr gehen.

Seinen autoritären Amtskollegen Alexander Lukaschenko lobte Ahmadinedschad als “grossen Freund”. In der Zusammenarbeit beider international isolierter Länder gäbe es “keinerlei Hindernisse”. Der Iran steht wegen seines Atomprogramms in der Kritik – der weißrussischen Regierung werden Menschrechtsverstöße und Wahlbetrug vorgeworfen.

Präsident Lukaschenko kündigte bereits an, dass sein Land eine Lizens für ein iranisches Ölfeld erhalten soll. Der Iran hat eines der weltgrössten Ölvorkommen – Weißrussland versucht sich seit den Ausseinandersetzungen mit Russland von seinem traditionellen Energielieferanten unabhängiger zu machen. Seit Anfang des Jahres bezieht das Land kein russisches Gas zu Vorzugspreisen mehr.

Auch auf dem Gebiet der nukleraen Zusammenarbeit ergeben sich Perspektiven: Der Iran strebt nach Urananreicherung – Lukaschenko verteidigte diesen Wunsch, und verfügt über das notwendige Know-How. Ein weiteres Abkommen könnte die iranische Armee betreffen: Weißrussland hat sowohl die Einzelteile als auch die Spezialisten um deren Waffen aus Sowjetbeständen zu warten.