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Israel droht Hamas-Führern mit Angriffen

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Israel droht Hamas-Führern mit Angriffen

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Die israelische Führung hat im Grenzgebiet zum Gazastreifen Panzer und Truppen positioniert. Nach einer ersten Serie von Luftangriffen im Gazastreifen drohte Israel der Hamas mit noch härteren Schlägen. Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hatte angekündigt, Hamas-Mitglieder würden “einen noch höheren persönlichen Preis zahlen”, sollten die Raketenangriffe der vergangenen Tage auf Israel weitergehen.

Dazu zählte Kabinettsmitglied Avi Dichter auch Angriffe auf den Chef der Hamas, Khaled Machal und Ministerpräsident Ismail Haniye. Machal lebt im syrischen Exil und sollte bereits vor 10 Jahren vergiftet werden. Auf Haniye war 2004 ein Attentat geplant.

In der Nacht wurde ein Mitglied der radikalislamischen Hamas bei einem israelischen Luftangriff im nördlichen Gazastreifen getötet. Am Sonntagabend starben bei einem anderen israelischen Luftangriff mindestens acht Palästinenser.

Bei diesem Einsatz wurde das Haus des Hamas-Mitglieds und palästinensischen Volksvertreters Kalil al Haja im Osten von Gaza getroffen. Unter den Toten waren sieben Familienmitglieder und ein Leibwächter, berichteten Augenzeugen. Mindestens 13 Menschen wurden verletzt. Haja selbst sei zum Zeitpunkt des Angriffs nicht in seinem Haus gewesen, hieß es. Eine israelische Armeesprecherin erklärte, dass eine Gruppe bewaffneter Hamas-Mitglieder Ziel des Angriffs gewesen seien, und nicht Haja.

Militante Palästinenser haben am frühen Morgen wieder Kassam-Raketen in das israelische Grenzgebiet gefeuert. Für die Grenzstadt Sderot erklärte Verteidigungsminister Amir Perez einen “Sonderzustand”. Militante Palästinenser hatten das Grenzgebiet am Wochenende mit etwa 30 Raketen beschossen.

Die rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah hatten sich am Samstag nach einwöchigen blutigen Kämpfen im Gazastreifen mit mehr als 50 Toten auf eine Waffenruhe geeinigt.