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Kopf-an-Kopf-Rennen in Irland erwartet

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Kopf-an-Kopf-Rennen in Irland erwartet

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Bertie Ahern gehört zu den Regierungschefs in Europa, die am längsten im Amt sind. Am Donnerstag könnte er in seine dritte fünfjährige Amtszeit gehen. Das hat in Irland bislang noch kein Regierungschef geschafft.

Bei den Parlamentswahlen wird es – glaubt man den Umfragen – für Ahern ausgesprochen eng, ein Kopf-an-Kopf- Rennen zeichnet sich ab. Nach jüngsten Umfragen liegt die Regierungskoalition von Aherns bürgerlicher Partei Fianna Fail und den
wirtschaftsfreundlichen Progressiven Demokraten mit 43 Prozent knapp vorn.

Doch die Opposition aus Fine Gael und Labour-Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Enda Kenny sitzt Ahern im Nacken. Dem macht eine Finanzaffäre zu schaffen: Er soll in den 90er Jahren, als er Finanzminister war, Geld von einem Geschäftsmann aus Manchester genommen haben, um sein Haus zu renovieren. Wasser auf die Mühlen von Enda Kennys Opposition.

Dass das Blutvergießen in Nordirland ein Ende hat, ist auch ein Verdienst von Bertie Ahern. Statt dessen rauften sich Gery Adams’ Sinn Fein und die Protestanten zu einer Regionalregierung zusammen. Pluspunkte für Ahern, die kurz vor der Wahl in den Umfragen das Pendel zu seinen Gunsten ausschlagen lassen.