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Libanon: UNO-Konvoi versorgt Flüchtlingslager mit Medikamenten

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Libanon: UNO-Konvoi versorgt Flüchtlingslager mit Medikamenten

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Die Feuerpause im Libanon steht auf wackligen Füßen. Seit einigen Stunden haben die libanesische Armee und die Terrorgruppe Fatah al-Islam die Kämpfe eingestellt. Die Panzer rückten bis auf einen Kilometer vor das Flüchtlingslager vor, in dem sich die Milizen verschanzt halten.

Von Sonntag bis zu diesem Morgen dauerten die Kämpfe an. Das Ausmaß der Zerstörung ist unklar. Dutzende Milizen, Soldaten und Zivilisten wurden seit Sonntag getötet. Es sind die schlimmsten Kämpfe zwischen Armee und bewaffneten Gruppen seit dem Ende des Bürgerkriegs 1990.

Die Milizen aus dem palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared im Norden des Landes stehen der Terrororganisation Al Kaida ideologisch nahe. Dort leben mehr als 30.000 Menschen, sie litten am meisten unter den libanesischen Bombardierungen. Unklar ist, wieviele von ihnen verletzt sind.

Ein UN Hilfskonvoi nutzte die Feuerpause, um das Flüchtlingslager mit Wasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten zu versorgen. Als die Wagen jedoch ins Camp fuhren, waren Schüsse zu hören, die aber nicht zugeordnet werden konnten. Der Konvoi sollte außerdem eine Gruppe von Frauen und Kindern in Sicherheit bringen.