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Mordanklage in Fall Litwinenko

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Mordanklage in Fall Litwinenko

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im vergangenen November starb der russische Ex-Spion Alexander Litwinenko in einem Londoner Krankenhaus, nachdem er mit der radioaktiven Substanz Polonium 210 vergiftet worden war. Hauptverdächtiger ist für die britischen Ermittler der KGB-Agent Andrej Lugowoi. Der hält sich zur Zeit unbehelligt in Russland auf. Er sieht sich als Opfer politischer Machenschaften und hält sich für unschuldig.

Nun erhebt die die Staatsanwaltschaft offiziell Anklage. Außenministerin Margaret Beckett fordert die Auslieferung Logowojs. Man habe den russischen Botschafter einbestellt und ihm die britische Forderung mitgeteilt. Man erwarte volle Unterstützung von ihm und den russischen Behörden für einen fairen Prozess.

Der Druck auf Moskau wächst, doch die Sprecherin des russischen Generalstaatsanwaltes besteht auf einen Prozess in Russland.

Auch Marina Litwinenko, die Witwe des Ermordeten, fordert Moskau zum Handeln auf. Sie fordert die Verurteilung der Mörder ihres Mannes. Sie glaubt, es war nicht nur ein einzelner Täter. Der Angeklagte solle erklären, was wirklich geschah und wer seine Hintermänner seien. Das diplomatische Tauziehen um den mutmaßlichen Mörder von Alexander Litwinenko hat begonnen. Ausgang offen.