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Neue Anschläge im Libanon

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Neue Anschläge im Libanon

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Es war ganz offensichtlich eine Warnung an Libanons Regierung: Binnen 24 Stunden wurde die Hauptstadt Beirut am Abend zum zweiten Mal von einem Bombenanschlag erschüttert. Der Sprengkörper detonierte in der Nähe eines Einkaufszentrums im überwiegend von sunnitischen Muslimen bewohnten Stadtteil Verdun. Mindestens zehn Menschen wurden bei der Explosion der Autobombe verletzt. Häuser in der Nachbarschaft wurden schwer beschädigt, Dutzende Autos brannten aus. Der Anschlagsort ist nicht weit vom Haus des libanesischen Parlamentspräsidenten Nabih Berri entfernt.

Am Sonntagabend erst war ein Sprengsatz in der Nähe eines Einkaufszentrums explodiert. Eine Frau wurde getötet, zwölf weitere Menschen wurden verletzt.

Unklar ist, welche Gruppe hinter den Anschlägen steckt. Die Fatah al-Islam, die Verbindungen zum syrischen Geheimdienst und zum Terrornetzwerk El Kaida unterhalten soll, wies – trotz eines Bekennerschreibens – jede Verantwortung zurück. Syrien beeilte sich, auf Distanz zu gehen: Man habe nichts mit Fatah-al-Islam zu tun, hieß es aus Damaskus.