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Mobiltelefonieren im Ausland wird günstiger

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Mobiltelefonieren im Ausland wird günstiger

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Sein Mobiltelefon im Ausland zu benutzen – bisher ist das ein teures Vergnügen. Ganz gleich, ob man selbst anruft, oder ob man nur angerufen wird: Selbst in Europa werden sogenannte Roaming-Gebühren fällig, die die normalen Tarife oft um ein vielfaches übersteigen.

Jetzt aber soll sich das ändern: Das EU-Parlament in Straßburg hat mit großer Mehrheit beschlossen, die Anbieter zu zwingen, die Roaming-Gebühren zu senken.

Niedrigere Tarife – das soll auch der Wirtschaft dienen, so die europäische Kommissarin für Telekommunikation, Viviane Redding: “80 % derer, die heute ihr Telefon in anderen Ländern Europas benutzen sind Geschäftsleute – und werden durch die heutigen Tarife benachteiligt!”

Höchstens 49 Cent pro Minute dürfen im ersten Jahr für einen selbst getätigten Anruf aus dem Ausland berechnet werden, ankommende Gespräche werden auf 24 Cent pro Minute begrenzt. Im kommenden Jahr sollen die Preise weiter sinken. Ursprünglich wollten die Parlamentarier noch niedrigere Preise durchsetzten. Dieser Plan war aber am Widerstand der EU-Regierungen gescheitert.

Anfang Juni müssen die EU-Minister die Verordnung noch abschließend billigen. Die Mobilfunkbetreiber sind dann verpflichtet, den neuen Tarif ab Mitte Juli anzubieten. Aber: Sie haben noch eine Übergangsfrist von drei Monaten. Vorsicht also beim Urlaub in diesem Sommer: die Preise könnten noch die alten sein!