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Modell-Offensive von Peugeot Citroen

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Modell-Offensive von Peugeot Citroen

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Der französische Autobauer PSA will bis 2010 sechs Modelle zusätzlich auf den Markt bringen Damit sind insgesamt 41 neue Peugeot- und Citroen-Fahrzeuge zu erwarten. Das ist Teil des Aktionsplanes “Cap 2010”, mit dem PSA-Chef Christian Streiff dem Konzern “Wachstum und Rentabilität” zurückgeben will, wie er den Aktionären in Paris versprach. Peugeot Citroen wolle in Europa und dabei vor allem in Deutschland verlorene Marktanteile zurückerobern.

Der Marktanteil von Peugeot Citroen in Europa war in den vergangenen fünf Jahren von 15,5 Prozent Spitzenwert auf 13,3 Prozent abgesackt. Angesichts der rückläufigen Verkäufe hatte Peugeot Citroen im April den Abbau von 4.800 Stellen in Frankreich angekündigt – ohne Entlassungen. Der Konzern beschäftigt gut 210.000 Menschen, zu 60 Prozent in Frankreich.

Insgesamt soll “Cap 2010” rund ein Drittel der Fixkosten außerhalb der Produktion einsparen. Streiff will Peugeot Citroen rentabler machen, sagte präzisere Zahlen aber erst für September zu. Standort-Abbau schloss er nicht völlig aus. Expandiert das Modellspektrum nach oben oder unten ? Auch hier wollte Streiff sich noch nicht festlegen.

Den “amerikanischen Traum” des Unternehmens habe man vorerst eingefroren. Allerdings kommt die Hälfte der neuen Modelle in Südamerika und China heraus. Hier hat PSA Produktionsstandorte.

Wegen der Absatzschwierigkeiten im Kernmarkt Europa war 2006 der Gewinn des Autokonzerns eingebrochen. Der Überschuss schrumpfte um fast 83 Prozent auf 176 Millionen Euro. 3,4 Millionen Fahrzeuge wurden abgesetzt, 0.7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Streiff hatte im vergangenen Jahr als 100-Tage-Chef bei Airbus das “Power8”-Sanierungsprogramm auf den Weg gebracht.