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Feuer in Genfer Synagoge

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Feuer in Genfer Synagoge

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In Genf ist am frühen Morgen die größte Synagoge der Stadt in Brand geraten. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Ob es sich um einen anti-semitischen Hintergrund handele, könne noch nicht gesagt werden. Zerstört worden ist vor allem die Eingangshalle. Der Gebetsraum ist durch Rauch und Wasser in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die Schäden innerhalb der Hekhal-Haness-Synagoge seien riesig, sagte der Vorsitzende des Jüdischen Zentrums für Kultur und Religion, Nessim Gaon. Er glaube, es handele sich um eine absichtliche Tat. Nach einer Stunde konnte die Feuerwehr den Brand löschen. Menschen wurden nicht verletzt. Die Bibliothek mit ihren bedeutenden Kulturgütern blieb unbeschadet. Die Höhe des Sachschadens war zunächst nicht bekannt.

Das Feuer war während des jüdischen Schawuot-Festes ausgebrochen. Dabei wird daran erinnert, wie der Überlieferung nach Moses am Berg Sinai von Gott die Thora erhielt.

Ein anti-semitischer Hintergrund kann vermutet werden. Möglich ist auch ein Racheakt gegen Nessim Goan: Seine Firma Noga wartet auf eine Rückzahlung vom russischen Staat im Milliardenbereich. Da diese bislang ausblieb, hat Noga Kunstwerke aus dem russischen Puschkin-Museum beschlagnahmen lassen, die in der Schweiz ausgestellt wurden.