Eilmeldung

Eilmeldung

Minister einigen sich auf Kompromiss zur Richtlinie für "Fernsehen ohne Grenzen"

Sie lesen gerade:

Minister einigen sich auf Kompromiss zur Richtlinie für "Fernsehen ohne Grenzen"

Schriftgrösse Aa Aa

Die Medienwelt wird immer komplexer, Zeit für die zuständigen Minister der EU, die Richtlinie zum Fernsehen ohne Grenzen den neuen technischen Entwicklungen anzugleichen. Produktplatzierung, also die gezielte Zurschaustellung eines Produkts, die insbesondere in US-Filmen beliebt ist, soll in bestimmten Programmen grundsätzlich erlaubt werden. So sieht es der Kompromiss vor, den die Minister zusammen mit dem Europäischen Parlament fanden. Wobei es jedem Mitgliedsstaat überlassen bleibt, selbst strengere Vorschriften durchzusetzen.

Die Vorgaben für Werbung werden gelockert. Die Höchstgrenze von insgesamt maximal drei Stunden pro Tag wollen die Minister wegfallen lassen. Pro Stunde sollen Werbeunterbrechungen höchstens zwölf Minuten ausmachen. Den Abstand zwischen den einzelnen Werbepausen in Spiel- und Fernsehfilmen, Kinder- und Informationsprogrammen wollen die Minister von derzeit 45 auf 30 Minuten heruntersetzen.

Werbung, die auf Kinder zielt, soll einem Verhaltenskodex unterliegen. Doch sind frühere Initiativen zum eindeutigen Verbot von Werbung etwa für ungesundes so genanntes Junkfood unter den Tisch gefallen. Offiziell soll der Richtlinien-Kompromiss erst im Herbst verabschiedet werden.