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Putin-Kurzbesuch in Österreich

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Putin-Kurzbesuch in Österreich

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Es gab auch Grund zum Lächeln beim Besuch von Russland Präsident Wladimir Putin in Österreich: Dem Treffen mit Bundeskanzler Alfred Gusenbauer folgte eines von Wirtschaftsvertretern beider Seiten: Dabei wurden Verträge im Wert von drei Milliarden Euro abgeschlossen. Den Löwenanteil verbuchte dabei die Strabag für sich, an der neuerdings der russische Milliardär Oleg Deripaska beteiligt ist. Putin wünschte sich auch mehr Handel mit Österreich und versprach zuverlässige Öl- und Gaslieferungen.

Im Gespräch mit Bundespräsident Heinz Fischer zeigten sich allerdings erneut die großen Meinungsunterschiede zwischen Russland und der Europäischen Union. Fischer betonte, dass Österreich in diesen Fragen die Linie der EU verfolge. Putin gab sich in den umstrittenen Punkten aber erneut unnachgiebig, wie der geplanten Raketenabwehr in Polen und Tschechien oder der Unabhängigkeit für die abtrünnige serbische Provinz Kosovo.

Einige Kundgebungen in der Stadt richteten sich vor allem gegen Russlands Politik in der Unruheprovinz Tschetschenien. Wegen der geänderten Fahrtroute scheiterte aber der Versuch einiger weniger Demonstranten, die Wiener Ringstraße zu blockieren und damit den Putin-Konvoi aufzuhalten.

Von Protesten bekam der Gast also nichts mit: Stattdessen gab es für ihn eine Sondervorstellung in der Spanischen Hofreitschule. Bei den Lipizzanern fanden beide Präsidentenpaare etwas Entspannung im dicht gedrängten Besuchsprogramm. Heute endet Putins Österreich-Besuch mit einer Kranzniederlegung am sowjetischen Ehrenmal in Wien. Er fliegt dann weiter nach Luxemburg.