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Erneut Gefächte in Tripolis - Kouchner zu Gesprächen in Beirut

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Erneut Gefächte in Tripolis - Kouchner zu Gesprächen in Beirut

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Trotz der Waffenruhe zwischen Armee und Islamisten ist es im Libanon erneut zu Kämpfen gekommen. Am Abend beschoss das Militär das Flüchtlingslager Nahr al-Bared, in dem die radikale Gruppe Fatah al-Islam ihre Basis hat. Nach einer halben Stunde hörten die Kämpfe plötzlich wieder auf. Was die Gefechte auslöste, ist unklar. Die Regierung von Ministerpräsident Fuad Siniora hat inzwischen die USA um Unterstützung in Form von Ausrüstung und Munition gebeten.

Bei den Kämpfen sind seit Sonntag bis zu achtzig Menschen getötet worden, darunter auch Zivilisten. Nach UN-Angaben haben bereits 12.000 Menschen das Flüchtlingslager nahe der Stadt Tripolis verlassen. Es sind die blutigsten Unruhen seit dem Ende des Bürgerkrieges 1990.

Der neue französische Außenminister Bernard Kouchner traf unterdessen zu Gesprächen in Beirut ein. Gegenüber dem Sohn des vor zwei Jahren ermordeten ehemaligen Ministerpräsidenten Rafik Hariri, Saad Hariri, zeigte er sich zuversichtlich, dass der UN-Sicherheitsrat ein Sondertribunal zur Aufklärung des Mordes einsetzen wird.