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Hohe Beteiligung bei Parlamentswahl in Irland

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Hohe Beteiligung bei Parlamentswahl in Irland

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Auch vor den ersten Ergebnissen der Parlamentswahl in Irland steht eines schon fest: die Beteiligung ist hoch. Nach Angaben erster Wahllokale zog es mehr Wähler an die Urnen als vor fünf Jahren. Damals gaben 62 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

Die Wahl gilt als knapp. Ministerpräsident Bertie Ahern möchte sich für eine dritte fünfjährige Amtszeit wieder wählen lassen. Der amtierenden Taoiseach zeigte sich zuversichtlich, immerhin kann er auf einen anhaltenden Wirtschaftsaufschwung und den Fortschritt im Friedensprozess in Nordirland verweisen.

Doch sein bürgerlich-liberales Regierungsbündnis lag letzten Umfragen zufolge nur wenige Prozentpunkte vor der Mitte-Links-Opposition von Enda Kenny. Der hofft, dass seine Fine Gael-Partei zum ersten Mal in der Geschichte mehr Sitze als Aherns Fianna Fail gewinnen könnte. Die programmatischen Unterschiede sind jedoch gering und beide werden auf die Unterstützung der kleineren Parteien angewiesen sein.

Der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Pat Rabbitte erklärte, er wolle vor allem eine Regierungsbeteiligung der Sinn Fein verhindern. Die Partei des Vorsitzenden Gerry Adams gilt als politischer Arm der inzwischen aufgelösten nordirischen Terrorgruppe IRA. Auch alle anderen Parteien haben Koalitionen mit Sinn Fein ausgeschlossen. Mit konkreten Ergebnissen wird nicht vor dem Nachmittag gerechnet.