Eilmeldung

Eilmeldung

Die schwierigen Beziehungen zwischen USA und Iran

Sie lesen gerade:

Die schwierigen Beziehungen zwischen USA und Iran

Schriftgrösse Aa Aa

Es ist ein Anfang. Bei allen Mängeln, die ihm noch anhaften, kann man ihn “historisch” nennen. Die iranische Presse schreibt durchweg von einem “Tag der Verhandlungen”. Wer hätte sich das vor Jahren oder auch nur Monaten vorstellen mögen!

Und der “Mann auf der Straße” in Teheran ? Dieser meint, die Amerikaner hätten um Gespräche mit dem Iran gebeten, um ihre Fehler zu kaschieren, die sie in Afghanistan und Irak gemacht haben. Er glaubt nicht, dass die Amerikaner ehrlich mit dem Iran verhandeln wollen.

Ein anderer merkt an, die USA hätten wohl gemerkt, dass sie ihre Probleme im Irak nicht ohne Iraks Nachbarn lösen können.
Wenn sie guten Willen zeigen, könnte dies ein positiver Schritt sein.

Im November 1979 stürmten iranische Studenten die US-Botschaft in Teheran und nahmen Diplomaten als Geiseln.
Sie rechtfertigten ihre Tat damit, dass die USA den Schah lange unterstützt und nach seinem Sturz in New York aufgenommen hatten. Nach dem 11. September 2001 vertiefte Präsident Bush den Bruch mit den Worten: “ Iran betreibt aggressiv den Export von Waffen und Terror – während ein paar nicht gewählte Leute das auf Freiheit hoffende iranische Volk unterdrücken. Solche Staaten und ihre Terroristen bilden eine ´Achse des Bösen´, indem sie den Frieden in der Welt bedrohen.”

Washingtons Probleme im Irak haben offensichtlich die Supermacht zu einer eher pragmatischen Haltung geführt, wie die Außenministerin schon vor einem Jahr mit den Worten andeutete: “ Sobald Iran vollständig und nachprüfbar auf seine Atom-Aktivitäten verzichtet, werden die Vereinigten Staaten und ihre EU-Kollegen sich mit Irans Vertretern an einen´Tisch setzen.”

Nun folgte den Ankündigungen von Condoleezza Rice also die erst Tat: Man hat sich an einen Tisch gesetzt und miteinander geredet. Wobei niemand einzuschätzen wagt, ob bzw. wann man sich worauf einigen wird.