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Keine klaren Sieger und Verlierer bei Kommunal- und Regionalwahlen in Italien

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Keine klaren Sieger und Verlierer bei Kommunal- und Regionalwahlen in Italien

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Bei den Kommunal- und Provinzwahlen in Italien zeichneten sich ersten Hochrechnungen zufolge keine klaren Sieger und Verlierer ab. Insgesamt konnte das oppositionelle Mitte-Rechts-Lager wohl leicht zulegen. Nach Angaben des staatlichen Fernsehens erreichte das Regierungslager von Ministerpräsident Romano Prodi erneut eine absolute Mehrheit in Genua. Dafür konnte das Mitte- Rechts-Bündnis von Oppositionsführer Silvio Berlusconi die Stadt Reggio Calabria halten. Zwar schaffte das Berlusconi-Lager eine Mehrheit in der bisher von der Linken regierten Stadt Verona. Die Mitte-Links-Parteien setzten sich dafür laut Hochrechnungen in Taranto und L’Aquila durch.

Berlusconi hatte bereits vor dem Urnengang gefordert, bei einer herben Niederlage müsse Prodi zurücktreten. Umfragen zufolge sind fast zwei Drittel der Italiener von Prodis Regierung enttäuscht. Rund zehn Millionen Italiener waren zu dem Urnengang aufgerufen, fast ein Fünftel der Wahlberechtigten. Mit gut 74 Prozent war die Wahlbeteiligung niedriger als vor fünf Jahren. Für den 10. und 11. Juni sind Stichwahlen angesetzt.