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Opposition in Weißrussland gespalten

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Opposition in Weißrussland gespalten

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Der “Konreß der demokratischen Kräfte Weißrusslands” endete mit einer Spaltung der Opposition.
Der bisher de facto als Oppositionsführer geltende Alexander Milinkjewitsch konnte sich mit seiner Position nicht durchsetzen.
Statt dessen wählten die rund 600 Kongreßteilnehmer eine fünfköpfige kollektive Führung.
In einem Interview für das polnische Fernsehen sagte Milinkjetitsch, nur als einige Kraft könne die Opposition echte Rund-Tisch-Verhandlungen mit der Regierung führen.
Wörtlich: “Wir müssen mehr mit der Gesellschaft arbeiten, wie es sich meine Partei “Für Freiheit” zur Hauptaufgabe gemacht hat.”

Dass in Minsk alle wichtigen Oppositionsgruppen überhaupt zu einem Kongreß zusammen fanden, kann man schon als Erfolg verbuchen. Vor der Chance zu gemeinsamem Handeln steht für sie die offene Diskussion ihrer unterschiedlichen Positionen. In die neue kollektive Führung, die Milinkjewitsch ablehnt, wurden u.a. ein Liberaler, ein Nationalist, ein Kommunist und ein Sozialdemokrat gewählt.

Milenkjewitsch kündigte daraufhin die Gründung einer eigenen Oppositionsbewegung an.

Die werde mehr auf Straßenaktionen setzen als auf Versuche des Dialogs mit Präsident Alexander Lukaschenko, der von EU und USA als “Europas letzter Diktator” angesehen wird.