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Walfanggegner kämpfen in Alaska um Aufrechterhaltung des Fangverbots

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Walfanggegner kämpfen in Alaska um Aufrechterhaltung des Fangverbots

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Um die Wale geht es am Montag in Anchorage im US-Bundesstaat Alaska. Dort beginnt die 59. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission – und es werden heftige Debatten um das weltweite Fangverbot erwartet. Die Befürworter hoffen, sich gegen Walfangnationen wie Norwegen oder Japan behaupten zu können. “Wir kämpfen seit 20 Jahren für den Schutz der Wale”, sagt der Direktor des Internationalen Tierschutz-Fonds Joth Singh. “Aber wir können das nicht allein tun, wir brauchen globale Unterstützung.”

Im Vorjahr hatte Japan eine knappe Mehrheit gegen das Fangverbot erzielt. Es blieb nur deshalb aufrecht, weil eine Drei-Viertel-Mehrheit nötig gewesen wäre. Nun strebt Japan eine Änderung der Geschäftsordnung an. In Fernost gilt Walfleisch als Delikatesse. Hideki Moronuki, der zuständige Sprecher des Fischereiministeriums, kritisiert den Tierschutz-Fonds: “Wir haben kein Forum, um zu diskutieren, wie wir mit den vorhandenen Walressourcen umgehen. Wir sollten es aber baldmöglichst haben.”

Trotz des Fangverbots sind Wale alles andere als sicher. Seit 1986, als das Verbot in Kraft trat, wurden rund 20.000 Wale getötet – denn die Walfangnationen nutzen ein Schlupfloch, das den Walfang für wissenschaftliche Zwecke erlaubt. Tierschützer beklagen, dass die europäischen Walfangstaaten Norwegen, Island und Dänemark ihre Fangaktivitäten seit Jahren systematisch ausbauen.