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Airbus: Insiderhandelgerüchte verdichten sich

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Airbus: Insiderhandelgerüchte verdichten sich

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Die Spitze des Airbus Mutterkonzerns EADS hat offenbar früher von Lieferschwierigkeiten des A 380 gewusst als bisher zugegeben.

Französischen Zeitungsberichten zu Folge wurden die Probleme erstmals am 7. März 2006 auf einer Verwaltungsratssitzung erwähnt. Danach verkauften viele Top-Manager, wie auch EADS Chef Noel Forgeard, ihre Aktien – angeblich, ohne von den Lieferschwierigkeiten zu wissen.

Doch wenige Tage später hatte Forgeard bereits 108.000 EADS Aktien und weitere 54.000 Aktienoptionen abgestoßen – für rund 2,5 Millionen Euro. Bis der Konzern öffentlich Lieferschwierigkeiten zugab und der Kurs dramatisch einbrach, hatten die meisten Top Manager gehandelt. Die Pariser Börsenaufsicht ermittelt. An diesem Dienstag wurde Aufsichtsratschef Arnaud Lagardère angehört.

Unterdessen steht der Konzern vor neuen Schwierigkeiten, dieses Mal in Zusammenhang mit dem A 350. Laut Süddeutscher Zeitung fordern mehrere Kunden eine Überarbeitung der Baupläne.