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Amtseinführung für den neuen Präsidenten Nigerias: Umaru Yar'Adua.

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Amtseinführung für den neuen Präsidenten Nigerias: Umaru Yar'Adua.

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Der 56-jährige Moslem, der bisher Gouverneur von Katsina, eines Bundesstaates im Norden des Landes war, wurde heute vereidigt. Umaru Yar’Adua löst den bisherigen Präsidenten Olusegun Obasanjo ab, der nach zwei Amtsperioden nicht wieder antreten konnte.

Es war der erste friedliche Machtwechsel in dem westafrikanischen Land – aber die Wahl, die Yar’Adua im April gewonnen hatte, war von Gewalt und Betrugsvorwürfen überschatteten.

Nigeria hat über 130 Millionen Einwohner – und ist damit der bevölkerungsreichste Staat Afrikas. Das Land ist reich an Öl und anderen Bodenschätzen, doch wird seine Entwicklung von Korruption, Machtmissbrauch sowie Religions- und Stammeskonflikten stark behindert.

Olusegun Obasanjo, der Vorgänger des neuen Präsidenten, hatte im Kampf gegen die Korruption einige Fortschritte erzielt. Er war Mitgründer von Trancparency International – einer in Berlin basierten Initiative, die auch international gegen Korruption kämpft. Obasanjo war auch bekannt als Verhandlungsführer in Konflikten in den Nachbarstaaten Nigerias.