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Säbelrasseln im Streit um den geplante US-Raketenabwehrschild in Mitteleuropa:

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Säbelrasseln im Streit um den geplante US-Raketenabwehrschild in Mitteleuropa:

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Russland hat eine neue Interkontinentalrakete getestet, die mehrere Atomsprengköpfe tragen kann. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass die neue Rakete im “Kosmosdrom” Plesetsk 800 Kilometer nördliche gestartet sei und die über 6000 Kilometer entfernte Halbinsel Kamtschatka erreicht habe habe. Die RS-24 sei möglicherweise geeignet, das veraltete Raketenarsenal abzulösen.

Präsident Wladimir Putin empfing unterdessen den portugisischen Regierunschef José Socrates. Auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen sagte er, er mache sich Sorgen, um seine Beziehungen zu manchen seiner westlichen Kollegen: “Einige davon wollen den Vertrag über die Konventionellen Streitkräfte in Europa nicht ratifizieren.”

Ferner sei Russland entschieden gegen den amerikanischen Plan, einen Raketenschild in Europa einzurichten: “Der Kontinent Europa wird zum ‘Pulverfass’, sollten die USA wirklich ihr Raketenabwehrsystem in Europa einrichten.”

Washington will ein Radarsystem in Polen und Abwehrrakten in der tschechischen Republik stationieren. Den USA zufolge soll der Schild gegen Angriffe aus Staaten wie dem Iran gerichtet sein.
Russland sieht das System jedoch als Bedrohung.

Darüberhinaus wirft Moskau der NATO vor, die Ratifizierung der neuen Version des Vertrages über die konventionellen Streitkräfte zu verschleppen. Die NATO will zuvor, dass Russland seine Truppen aus Georgien und Moldawien abzieht – Moskau sieht dies als unbegründet an.