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Bei den Verschleppten im Irak handelt es sich um Briten

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Bei den Verschleppten im Irak handelt es sich um Briten

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Großbritannien hat die Entführung von fünf Briten im Irak bestätigt. Die Männer seien aus dem irakischen Finanzministerium in Bagdad verschleppt worden. Offenbar von Männern in Polizeiuniformen.

Einer der Entführten arbeitete für ein US-Computer-Unternehmen. Die übrigen vier waren als Sicherheitsleute für das kanadische Unternehmen “GardaWorld” im Einsatz.

Auf der Homepage wirbt das Unternehmen für weltweite Einsätze. Vor allem ehemalige Soldaten bewerben sich bei den privaten Firmen, weil der Lohn hoch ist. “Sie tun das aufgrund des Geldes.”, sagt ein ehemalige Soldat. “Du bekommst rund 700 Euro am Tag. Damit kann man seine Hypotheken locker bezahlen. Viele Soldaten bekommen sonst 700 Euro in der Woche. Deswegen verlassen viele die Armee und gehen zurück, um mehr Geld zu verdienen.”

Um die Nationalität der Geiseln hatte es zuvor stundenlang Verwirrung gegeben. Zeitweise war auch von Deutschen die Rede. Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren mehr als 200 Ausländer und Tausende Iraker verschleppt.

Bei Bombenanschlägen im Großraum Bagdad kamen innerhalb von 24 Stunden mindestens 46 Menschen ums Leben. Die US-Armee meldete, dass am Dienstag zehn Soldaten im Irak getötet wurden. Damit kamen im Mai bislang 114 US-Soldaten ums Leben.