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Brasilien subventioniert Abgabe der Anti-Baby-Pille

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Brasilien subventioniert Abgabe der Anti-Baby-Pille

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Gegen den Widerstand der katholischen Kirche will Brasiliens Regierung die Abgabe der Anti-Baby-Pille subventionieren. Vor knapp einem Monat hatte Papst Benedikt XVI. bei seinem Brasilien-Besuch in die Haltung der Regierung in dieser Frage kritisiert und vorehelicher Enthaltsamkeit aufgerufen.

Präsident Luiz Inacio Lula da Silva rief am Montag Wissenschaftler und Ärzte zur Mitarbeit an dem Projekt auf: Sie sollten dies nicht als Regierungsprogramm ansehen, sondern als ein großes gesellschaftliches Projekt. In staatlichen Apotheken Brasiliens werden Kondome und die Pille bereits kostenlos abgegeben. Künftig soll die Pille außerdem über ein Netz von 3500 privat geführten Apotheken zu einem stark reduzierten Preis verkauft werden.

Es sei ein gutes Programm, sagte eine Frau: Familienplanung sei wichtig. Sie hoffe, dass die Regierung an dem Programm festhalte. Es werde der ganzen Gesellschaft zugute kommen. Zu dem Programm gehört auch eine Aufklärungs-Kampagne im Fernsehen. Männer werden aufgefordert, von der Möglichkeit der Sterilisation Gebrauch zu machen. Das Programm soll dazu beitragen, die Zahl der illegalen Abtreibungen zu senken. Derzeit sind es rund 800.000 pro Jahr.