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Generalstreik in Portugal, mäßige Beteiligung


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Generalstreik in Portugal, mäßige Beteiligung

In Portugal ist ein Aufruf zum Generalstreik nur teilweise befolgt worden. Nach Gewerkschaftsangaben streikten im öffentlichen Dienst aber rund 80% der Beschäftigten. Viele Schulen blieben damit geschlossen und auch Gerichte und Teile der Krankenhäuser.

Wenig Störungen gab es im öffentlichen Nahverkehr – der verpflichtet ist, einen Minimal-Service aufrecht zu erhalten. Viele Portugiesen haben zudem Verständniss, so diese U-Bahn-Benutzerin: “Teilweise verstehe ich den Streik – wegen der allgemeinen Situation. Aber letztlich streiken nicht immer diejenigen, die es wirklich nötig hätten.”

In anderen Bereichen führte der Ausstand allerdings zu erheblichen Störungen. Dazu gehörte vor allem der Schiffsverkehr auf dem Tejo. Dagegen funktionierten die Flughäfen, die Eisenbahn und der Busverkehr weitgehend normal. Der Streik richtete sich unter anderem gegen die Sparpolitik der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident José Sócrates – gegen die Arbeitslosigkeit und gegen den Verlust von Kaufkraft.

Zu dem Ausstand hatte der Gewerkschaftsverband CGTP aufgerufen, der der grösste des Landes ist und den Kommunisten nahe steht. Der mit den Sozialisten sympathisierende Verband UGT war gegen den Generalstreik. Allerdings schlossen mehrere UGT-Einzelgewerkschaften sich dem Streikaufruf an.

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