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"Sicherheitsmaßnahmen" zum G8-Gipfel in Heiligendamm

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"Sicherheitsmaßnahmen" zum G8-Gipfel in Heiligendamm

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So viel Sicherheit brauchen die Staats- und Regierungschefs der G 8-Staaten! Das Tagungshotel im Ostseebad Heiligendamm ist eingezäunt – weiträumig. Von einem 12 Kilometer langen Spezialzaun, zwei-einhalb Meter hoch, ein Meter tief im Boden verankert, mit NATO-Draht oben drauf, wie man ihn sonst an Gefängnismauern verwendet.

Die Sicherung der verschiedenen Absperrzonen – zu Land, zu Wasser und aus der Luft – soll mehr als 12 Millionen Euro kosten. Dabei wird im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern noch immer darüber gestritten, wer die 14 Millionen vom Besuch des US-Präsidenten im vergangenen Sommer bezahlt.

Und so ergeht es den 280 Einwohner jetzt Tag für Tag. Wenn sie ihren Ort verlassen wollen oder von der Arbeit heimkehren, werden sie gefilzt wie am Flughafen. Verantwortlich dafür ist der Rostocker Polizeiführer Knut Abramowski. Der sagt: “Es gibt eine hohe abstrakte terroristische Gefährdung, es gibt eine Gefährdung durch mögliche Einzeltäter, die sicher der Tagungsstätte nähern werden, u.a. im Schutz von Demonstrationen.”

Die Sicherheitsbehörden gehen sogar soweit, schon im Vorfeld sogenannte “Geruchsproben” von “potenziellen Gewalttätern” zu sammeln – worüber sich hier Politiker der “Grünen” lustig machen. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Renate Künast, sagt: “ Wir verstehen besten, dass Leute sagen, dieses erinnert sie an Stasi-Methoden.”

Zumal auch noch ein ehemaliger Postenturm der DDR-Grenztruppen in das “Sicherheitskonzept” rund um Deutschlands ältestes Seeheilbad einbezogen wird.