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Wieder Proteste von Globalisierungsgegnern in Deutschland

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Wieder Proteste von Globalisierungsgegnern in Deutschland

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Am Rande des G8-Außenministertreffens in Potsdam hat es Proteste gegeben. Etwa tausend Menschen demonstrierten in der deutschen Stadt gegen den bevorstehenden G8-Gipfel in Heiligendamm. Nach Angaben eines Polizeisprechers verlief die Kundgebung in Potsdam weitgehend friedlich. Es kam nur vereinzelt zu Rangeleien, vier Personen wurden festgenommen.

Die Demonstranten kritisierten die Politik der führenden Industriestaaten. Diese verteidigten ihre wirtschaftlichen Interessen, statt den Ärmsten der Welt zu helfen. Auch in anderen deutschen Städten gab es Proteste gegen den G8-Gipfel. Die Umweltschutz-Organisation Robin Wood blockierte in Bad Doberan die Zufahrtstraße nach Heiligendamm. Aktivisten spannten Banner über die Straße.

Die G8-Außenminister bekamen davon nicht viel mit. Sie tagten abgeschirmt im Schloss Cecilienhof in Potsdam. In wichtigen Fragen gab es zwischen ihnen keine Annäherung. Vor allem beim künftigen Status der serbischen Provinz Kosovo und beim geplanten US-Raketenschild in Osteuropa gibt es weiter Differenzen, vor allem zwischen den USA und Russland.

Dagegen einigten sich die G8-Außenminister mit ihren Kollegen aus Afghanistan und Pakistan, dass die beiden Länder künftig gemeinsam gegen die aufständischen Taliban vorgehen.