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Differenzen zwischen USA und Spanien über Kuba

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Differenzen zwischen USA und Spanien über Kuba

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US-Außenministerin Condoleezza Rice ist heute zu einem Kurzbesuch in der spanischen Hauptstadt Madrid eingetroffen. Rice wurde zunächst von Spaniens König Juan Carlos empfangen, bevor sie zu Gesprächen mit ihrem Amtskollegen Miguel Angel Moratinos zusammentraf.

Neben den bilateralen Beziehungen stand dabei vor allem die Lage auf Kuba im Mittelpunkt, in der Washington und Madrid unterschiedliche Ansichten vertreten.

Sie habe ernsthafte Zweifel, so US-Aussenministerin Rice, dass die Beziehungen zu einem Land sinnvoll seien, das scheinbar von einem antidemokratischen Regime zum nächsten übergehe. Diesen Punkt habe sie offen mit ihrem Amtskollegen diskutiert. Spanien vertrete andere Standpunkte, wie man den Weg zu einem demokratischen Kuba finden könne, erklärte Rice auf der anschliessenden Pressekonferenz.

Spaniens Aussenminister Moratinos konterte, er sei sicher, dass die US-Aussenministerin ihre Zweifel überwinden werde. Schon bald werde sie überzeugter sein, dass die spanische Taktik Früchte trage und Resultate bringe.

Schon im Vorfeld ihres ersten offiziellen Spanienbesuches hatte Rice die Kuba-Politik Madrids scharf kritisiert. Indem Außenminister Moratinos Anfang April nach Kuba gereist war, hatte er nach dem Urteil der US-Regierung die Diktatur Castros auf der Insel unnötig aufgewertet. Außerdem hatte er ein Treffen mit kubanischen Dissidenten verweigert.