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Erneut schwere Kämpfe zwischen libanesischer Armee und Islamisten

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Erneut schwere Kämpfe zwischen libanesischer Armee und Islamisten

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Die libanesische Armee und militante Islamisten haben sich in dem Flüchtlingslager Nahr al-Bared im Norden des Landes weitere schwere Kämpfe geliefert. Im Minutentakt trafen Granaten mutmaßliche Stellungen der Extremistengruppe Fatah al-Islam.

Die Armee forderte die Gruppe auf, sich zu ergeben. Angehörige einer Spezialeinheit der Armee wurden rund um das palästinensische Flüchtlingslager postiert. Dies könnte die Vorbereitung zum Sturm auf das Lager sein, hieß
es aus Armeekreisen.

Die Kämpfe zwischen der Armee und den Islamisten waren am 20. Mai ausgebrochen, in den vergangenen Tagen aber nur noch sporadisch aufgeflammt. Der Minister für Telekommunikation, Marwan Hamadeh, erklärte, die Regierung habe beschlossen, Fatah al-Islam als Terrororganisation zu behandeln. Die Terroristen hielten die in dem Lager verbliebenen Flüchtlinge als Geiseln fest. Die Armee werde gegen die Terroristen vorgehen.

Der Vertreter der palästinensischen Befreiungs-organisation im Libanon, Abbas Ziki, sicherte dem libanesischen Ministerpräsidenten Fuad Siniora zu, dass die PLO konkrete Schritte unternehmen werde, um die – wie er sagte – Geiselnahme in dem Lager zu beenden. Von den rund 40 000 Bewohnern des Lagers sollen sich noch etwa 6000 dort aufhalten. Seit Ausbruch der Kämpfe wurden rund 80 Menschen getötet, darunter 32 Soldaten.