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Mordfall Litivinenko: russischer Gegenangriff

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Mordfall Litivinenko: russischer Gegenangriff

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Im Streit um den Mord am zum Kremlkritiker gewandelten ehemaligen russischen Geheimagenten Alexander Litivinenko beschuldigt Russland Großbritanien, das Verhältnis zwischen beiden Ländern zu vergiften. Der russische Aussenminister Serguei Lawrow auf die Frage, ob die Affäre negative Auswirkungen auf die russisch-britischen Beziehungen haben könnte: “Einen solchen Effekt gibt es tatsächlich, weil die Briten einen Kriminalfall benutzen, um daraus eine Art politischer Kampagne zu machen. Wir sind strikt gegen ein solches Vorgehen!”

Gestern schon hatte der von der britischen Justiz als Mörder beschuldigte Russe Andrej Lugowoi schwere Vorwürfe gegen Großbritannien erhoben: Der britische Geheimdienst sei schuld am Mord von Litvinenko, sagte der ehemalige KGB-Kollege des Opfers. Litivinenko war im Dezember vergangenen Jahres mit einer radioaktiven Substanz vergiftet worden. Ermittler fanden bei Lugowoi Spuren des gleichen Giftes.