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Anti-G8-Aktionen beginnen friedlich

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Anti-G8-Aktionen beginnen friedlich

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So friedlich begannen sich heute die Globalisierungsgegner zu ihrer ersten großen Aktion gegen den G8-Gipfel zu sammeln. Kurz nacheinander waren mit drei Sonderzügen aus Bonn, Basel und Salzburg rund 2.000 Demonstranten auf dem Rostocker Hauptbahnhof angekommen. Viele mit Schafsack, denn die Organisatoren haben für sie mehrere Zeltplätze eingerichtet.

Heute wird in der Rostocker Innenstadt demonstriert, rund 20 km vom Tagungsort Heiligendamm entfernt. Und was erwarten die Demonstranten? Eine junge Österreicherin sagt: “Ich erwarte mir eben, dass möglichst viele Menschen geschlossen auftreten und zeigen, dass sie nicht zufrieden sind mit dem heutigen Weltwirtschaftssystem.”

Ein junger Mann, eine Fahne mit dem Stadtwappen von Hamburg unter dem Arm, meint: “Vielleicht kann es dann mit der Motivation gelingen, in der nächsten Woche wirklich etwas zu bewegen, den G8 zumindest zu stören, wenn nicht sogar zu verhindern.”

Das dürfte angesichst des fest installierten zwei-einhalb Meter hohen Zaunes rund um den Tagungsort eher unwahrscheinlich sein. 13.000 Polizisten aus ganz Deutschland sind zur Gipfelsicherung aufgeboten. Heiligendamm, die “weiße Stadt am Meer”, Deutschlands erstes Seebad mit seiner klassizistischen Architektur aus dem 19. Jahrhundert.

Heiligendamm gehört zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Und in dessen Landeshauptstadt Schwerin wollten heute die Rechtsradikalen von der NPD demonstrieren. Das zuständige Oberlandesgericht hat sowohl diese Aktion – wie auch die von linken Kräften angekündigte Gegenaktion – verboten. So riefen die linken Gegendemonstranten auf dem Bahnhofsvorplatz von Schwerin: “Wir sind friedlich – was seid ihr?”