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G8-Demonstrationen friedlich fortgesetzt

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G8-Demonstrationen friedlich fortgesetzt

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Einen Tag nach den schweren Krawallen in Rostock haben die Globalisierungsgegner ihre friedlichen Aktionen fortgesetzt. Sie demonstrierten vor allem gegen genveränderte Lebensmittel. Die Gentechnik nutze nur den großen Konzernen und schade der traditionellen Landwirtschaft, hieß es auf Spruchbändern.

Im starken Gegensatz zu gestern hatte die Kundgebung dieses Mal einen ruhigen Charakter. Allerdings fühlten sich viele Teilnehmer von der Polizei eingeschüchtert, meinte Mitveranstalter Tim Laumeyer: “Die Leute haben auch ein Stück weit Angst vor der Polizei. Wir hatten gestern über 500 verletzte Demo-Teilnehmer, und die Befürchtung, dass einzelne Einheiten wieder freidrehen oder aber dass die Polizeiführung insgesamt nicht mehr auf Deeskalation setzt, da geht natürlich auch eine gewisse Angst um.”

Am Samstag waren bei Ausschreitungen insgesamt etwa tausend Menschen verletzt worden, die Hälfte davon Polizisten. Schon im Vorfeld war die Demonstration in Rostock von den deutschen Sicherheitsbehörden als kritische Veranstaltung eingestuft worden. Für gewaltbereite Militante sei die Chance zum Zuschlagen zu keinem anderen Gipfel-Zeitpunkt größer, hatte es geheißen.

Unterdessen beteten im benachbarten Bad Doberan etwa 800 Gläubige für einen friedlichen Verlauf des G8-Treffens der Staats- und Regierungschefs.
Während des Gipfels sollen in etwa 100 Kirchen rund um den Tagungsort je 300 Kerzen brennen – jede Kerze steht für eines von 30.000 Kindern, die jeden Tag an Hunger und Armut sterben.