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Homosexuelle protestieren in Riga für rechtliche Gleichstellung


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Homosexuelle protestieren in Riga für rechtliche Gleichstellung

“Gay Pride” in Lettland: mehrere hundert Homosexuelle sind am Sonntag durch die Strassen der lettischen Hauptstadt Riga gezogen. Der friedliche Marsch fand unter starkem Polizeischutz statt, nachdem es in den beiden Vorjahren zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen war.

Die dritte Ausgabe der Schwulen- und Lesbenparade verlief den Angaben zufolge ohne grössere Zwischenfälle. Lediglich zwei Menschen wurden verhaftet, als sie den Demonstrationszug angriffen.

Bei der ersten Gay Pride im Juli 2005 spielten sich Kampfszenen in der Altstadt von Riga ab. Den 100 Schwulen und Lesben standen mehrere hundert Gegner gegenüber, die auf Plakaten verkündeten, Homosexuelle seien eine Gefahr für die lettische Nation.

Umfragen ergaben, dass nur zwölf Prozent der Letten eine gleichgeschlechtliche Ehe befürworten. Der EU-Durchschnitt liegt bei 44 Prozent.

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