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Klimaschutz stellt G8 vor Herausforderungen

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Klimaschutz stellt G8 vor Herausforderungen

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Der Klimaschutz steht beim Treffen der G8-Staaten im norddeutschen Heiligendamm ganz oben auf der Prioritätenliste. Bis zum offiziellen Gipfelbeginn am kommenden Mittwoch sollen Kompromisslinien weiter ausgelotet werden. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist jedoch skeptisch, dass ein Durchbruch bereits auf dem G8-Gipfel gelingt. In Heiligendamm werde man sich wohl nicht darauf einigen, den Temperaturanstieg auf der Erde bis 2050 auf zwei Grad zu begrenzen. Vor allem bei der US-Regierung stösst die von der EU und Merkel angestrebte CO2-Reduzierung auf Ablehnung.

Neben den USA war Australien das einzige Industrieland, das das Kyoto-Protokoll von 1997 zur Eindämmung der Treibhausgase nicht ratifiziert hatte. Der australische Premierminister John Howard kündigte nun eine Wende an.

Sein Land werde im Klimaschutz international führend sein. Nicht in belehrender Weise, sondern es werde diese grosse Herausforderung global angehen, erklärte der konservative Regierungschef.

Canberra soll in fünf Jahren einen eigenen Handel
mit Emissionszertifikaten zur Eindämmung der Treibhausgase bekommen. Die Labor-Opposition kündigte für den Fall eines Siegs bei den Parlamentswahlen Ende des Jahres eine Reduzierung der Treibhausgase um 60 Prozent bis 2050 an.