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Wahlkampf in Belgien: Umfragen deuten auf Machtwechsel

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Wahlkampf in Belgien: Umfragen deuten auf Machtwechsel

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Eine Woche vor den Parlamentswahlen in Belgien haben die Parteien den Endspurt angetreten. In Umfragen deutet sich ein Machtwechsel in dem Zwei-Sprachen-Land an.

In der französischsprachigen Wallonie könnten die in Brüssel mitregierenden Sozialisten stärkste Kraft bleiben. Ihr Spitzenkandidat Elio di Rupo gibt sich im Wahlkampf besonders bürgernah.

Federn lassen dürfte indes der Koalitionspartner, die Liberalen, die in Brüssel den Regierungschef stellen. In der Wallonie bemüht sich ihr Spitzenkandidat, Finanzminister Didier Reynders, vom auch in Belgien populären neuen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zu profitieren.

Damit indes kann im niederländischsprachigen Flandern Reynders Kollege, Ministerpräsident Guy Verhofstadt kaum punkten. Laut Umfragen fallen seine Liberalen hier auf den vierten Platz zurück. Da in Belgien die Parteien in den Sprachräumen getrennt antreten, dürfte es daher für Verhofstadt am Ende nicht reichen.

Vor sich hat er neben Christdemokraten und Sozialisten auch die offen ausländerfeindliche Partei Vlams Belang, früher Vlams Block. Beobachter rechnen nach dem Urnengang mit einer besonders schwierigen Koalitionsbildung.