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Kämpfe im Libanon weiten sich aus: Unruhen auch in einem Lager im Süden des Landes

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Kämpfe im Libanon weiten sich aus: Unruhen auch in einem Lager im Süden des Landes

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Im Libanon ist es auch in einem zweiten palästinensischen Flüchtlingslager zu Gefechten zwischen der libanesischen Armee und islamischen Extremisten gekommen. Bei Kämpfen im Lager Ain al-Hilweh südlich von Beirut wurde nach offiziellen Angaben ein Soldat getötet. In Nahr al-Bared im Nordlibanon gelang es dem Militär unterdessen, die Milizionäre der Islamistengruppe Fatah al-Islam weiter zurückzudrängen. Seit Freitag wurden hier sechs Soldaten getötet. Die meisten der rund 40.000 Bewohner von Nahr al-Bared flohen in das benachbarte Camp Beddawi.

Ain el-Hilweh im Süden ist mit 65.000 Bewohnern das größte Flüchtlingslager im Libanon. Immer wieder kam es hier in der Vergangenheit zu Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Gruppen. Ausgelöst wurden die jüngsten Gefechte offenbar durch eine Granate, die ein Palästinenser auf einen Armeeposten geworfen haben soll. Die Soldaten feuerten daraufhin zurück. Die militante Islamistengruppe, gegen die die Armee in Ain el-Hilweh vorgeht, trägt den Namen Jund al-Sham, zu deutsch: Soldaten der Levante.