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Kolumbien läßt Guerilleros frei

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Kolumbien läßt Guerilleros frei

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In Kolumbien hat die Regierung einen der wichtigsten linksgerichteten Guerilleros freigelassen. Rodrigo Granda, der als Außenminister der FARC fungierte, war im Dezember 2004 in Caracas festgenommen worden. Granda wurde in
die Obhut der kolumbianischen Bischofskonferenz überstellt. Er soll zwischen der Regierung und der FARC vermitteln.

Präsident Uribe hofft mit der einseitigen Freilassungsaktion zu erreichen, daß die FARC ihrerseits Geiseln wie die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt und mehrere US-Bürger freiläßt. Betancourt befindet sich seit Februar 2002 in der Gewalt der Guerilla. Auch Frankreich, die Schweiz und Spanien bemühen sich um eine Freilassung der Geiseln.

Mit Granda werden an die zweihundert Rebellen freigelassen. Die FARC-Führung als auch mehrere gefangene Guerilleros lehnen die Aktion als “Farce” ab. Die FARC verlangt vielmehr die Einrichtung einer
entmilitarisierten Zone, aus der sich die Regierungstruppen zurückziehen.