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Waffenruhe der ETA in Spanien ausgelaufen

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Waffenruhe der ETA in Spanien ausgelaufen

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Die Waffenruhe der ETA ist vorbei. Seit Mitternacht müssen die Spanier wieder mit Anschlägen der baskischen Untergrundorganisation rechnen. Um genau 00 Uhr endete die vor gut einem Jahr verkündete Waffenruhe. Die Separatisten machen die Regierung für das Scheitern des Friedensprozesses verantwortlich.

Das sieht der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero anders. Die spanische Gesellschaft habe über einen langen Zeitraum gelernt, dass der Schmerz nicht nachlässt. Das sich durch Nachgeben nichts verändert. Die ETA stehe im Widerspruch zur baskischen und zur spanischen Gesellschaft, die sich Frieden wünsche.

Der Waffenstillstand war schon lange brüchig. Im Dezember vorigen Jahres verübte die ETA einen Anschlag auf den Flughafen von Madrid. Zwei Menschen starben damals. Gleichzeitig hatte die ETA erklärt, an der Waffenruhe festhalten zu wollen. Die ETA-nahe Separatistenpartei Batasuna gab der Regierung eine Mitschuld. Partei-Chef Arnaldo Otegi sagte, es sei wahr, dass die Eta die Waffenruhe gebrochen habe. Es sei aber auch wahr, das die spanische Regierung und die baskische Nationalistenpartei PNV für das Scheitern des Friedenprozesses mitverantwortlich seien.

Nach Angaben von spanischen und französischen Sicherheitsexperten konnte die ETA während der Ruhezeit rund neue 30 Aktivisten gewinnen.